YOU cann do it!

Nichts auf der Welt ist so mächtig, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

(Victor Hugo)

 

Nein! Noch mal wiederholt: sie geben es nie auf. Müssten sie deshalb auch die Welt so auf den Kopf stellen, wie sie schon die Tatsachen auf den Kopf stellen, nie werden sie aufhören, uns zu stressen, uns Gewalt anzutun, ja uns sogar zu ermorden. (In China, aber auch sonst wo in Asien, sind Erschiessungen von Dealern und Schmugglern an der Tagesordnung – allein in China werden pro Jahr angeblich etwa 5 Tausend Menschen als Drogenkriminellen ermordet.)

Ja. Das ist schon ein schwerer Irrtum der Szene zu glauben, man kann auf demokratischem Weg etwas ändern und die Politik für einen menschlicheren Umgang mit Drogen überzeugen. Die Smoke-Ins, Demos, Petitionen, Unterschriftensammlungen, Briefe an Abgeordneten, und was es nach auf dem Feld des demokratischen Instrumentariums auch gibt, die nutzen Null etwas. Die bald 40 Jahre erfolgloser Versuche in die Richtung sprechen da schon für sich und eine ganz klare Sprache

 

Eine kleine Illustration für die Vergeblichkeit der Hoffnungen in die Demokratie:

In den Staaten gibt es 3 aktive Politparteien, die sich explizit für die Legalisierung bekennen, und trotzdem bewegt sich da überhaupt nichts; die Parteien kommen nicht zum Zug. Und sie werden auch dann nicht zum Zug kommen, würde hinter ihnen auch die absolute Mehrheit der Amerikaner stehen und sie die Regierung bilden werden, denn in dem Fall würde sich schon bekannte (bei den europäischen Grünen so klar zu beobachtende) Korruptionseffekt durch die Macht einstellen, und diese Legalisierer werden plötzlich Millionen guter Gründe finden, Hanf doch nicht zu legalisieren.

Übrigens ist das nicht so, dass nur die Drogengegner desinformativ wirken. Auch die Legalisierungsaktivisten erzählen Unwahrheiten. So heisst es auf der HP der US-Marijuana Party wortwörtlich:

Here are some other Marijuana Party links. Note that the reason there are not a lot from Europe is that Marijuana is legal or decriminalized in most of Europe.

 

Auch in der  Demokratie bewegt sich nur dann etwas, wenn das dem Kapital (= `Politik`) lieb und nützlich ist. Solange das Ansinnen des Volkes den Interessen des Kapitals zuwiderläuft, kann sich das Volk auch auf den Kopf stellen – es kann doch nichts bewegen.

Schon das ist so symptomatisch, wie geschickt (und ignorantisch und borniert und unverschämt) die Politik sich weigert, überhaupt irgendwelche Diskussion über den (Un)Sinn… Nein! Über den Wahnsinn... der Drogenpolitik aufzunehmen; da gehen sie überhaupt nicht darauf ein. Über den Wahnsinn, dass für Alkohol sogar Werbung erlaubt ist, obwohl er einige Zigtausend Opfer pro Jahr fordert, während Hanf als mörderisches Rauschgift verfolgt wird, obwohl die Suchpotenz der Droge gering ist und kein einziger Fall bekannt, wo sie jemanden getötet hatte (es sei denn, irgendeiner ist bekifft elend am Lachen zugrunde gegangen), darüber wollen sie überhaupt nicht reden.

Was irgendwie auch verständlich ist: was hätten sie da auch gross zu sagen?

Also bleieben die Drogen verboten. Da gibt es keine Diskussion, und damit hat es sich. Basta!

Und beginnen wir uns nicht endlich zu wehren, so werden sie uns bis zum Jüngsten Gericht vergewaltigen.

Und mit `wehren` sind bestimmt keine Unterschriftensammlungen und Petitionen an die Politiker gemeint. Die Drogenszene, die sich in Orgie der demokratischen Aktionen verliert, verschwendet wie gesagt nur Zeit und Energie auf total aussichtslose Sache. Wäre die Politik willig, Drogen freizugeben, so hätte sie das schon längst getan; bereits in den 70-er Jahren war schon alles bekannt. Ab da wird die Drogenpolitik für jeden bewusst sehenden Menschen (für einen selbstbewussten, denkfähigen Kiffer, sagen wir) nur als Staatsterror abgezogen.

Seit 40 Jahren schon verlangen wir unsere Rechte, und was wir bekommen, sind noch härtere Drogengesetze und noch perversere Manipulation des Volkes.

Das ist aber nur zu natürlich: die Spielregeln des Systems werden ja von den Eliten, eigentlich von Politikern (= Kapital) aufgestellt. Ist klar, dass die Spielregeln so konstruiert sind, dass man ihnen nicht beikommen kann: wie man ihre Paragraphen dreht und wendet – immer haben sie recht. Wer nach diesen Spielregeln spielt, hat grundsätzlich verloren.

Wenn sie mal scheinbar verlieren, das dann mit Absicht, und das geschieht nur aus den Gründen der Proportionalität: das Volk soll glauben, es bekommt auch sein Recht. Und in dieser Hinsicht dürfen sie sogar grosszügig und gnädig sein. Da erscheinen sie dem Volk sogar viel milder als Adel, der selten grosszügig war. Dort aber, wo es um die vitalsten Interessen der Eliten geht, da sind sie ebenso verbissen wie der Adel, da gibt es kein Recht, da gibt es nur strikte Auslegung der Paragraphen, und, wenn es sein muss, wie eben in Bezug auf Drogen, sogar der unverkennbare (auch aus der neuesten Geschichte sattsam bekannte) Staatsterror und Vergewaltigung des Freien Willens.

Nach ihren Spielregeln also zu spielen (sie um unseres gutes Recht zu bitten), bedeutet für uns nur, ewige Verlierer zu sein.

Also müssen wir ihnen unsere Spielregeln aufzwingen.

Da ihre Spielregeln so offensichtlich unfair, ja eindeutig kriminell, sind, so haben wir das Recht dazu.

Mit `unseren Spielregeln` ist keine Gewalt gemeint. Nicht also sollte ein jeder Dealer und Schmuggler grundsätzlich nur mit AK 47, Uzi oder sonstigen Mordswerkzeug seinen Geschäften angehen, und sobald er irgendwo rauschgiftfahndende Suffköpfe sieht, auf sie losballern.

Obwohl die Strassenkämpfe mit der Polizei zwecks Legalisierung der Drogen eigentlich äusserst erfolgreich sind. Onceuponatime In America hatte man damit gute Erfahrungen gemacht. Die Alkschmuggler der Prohibition sind extrem gewalttätig gewesen und lieferten sich manche blutige Schlacht mit der Staatsmacht und FBI. Die Gewalt war nur selbstverständlich: Alkohol ist die aggressivste und mörderischere aller Drogen; wer ihn trinkt, wird selbst zu einem Kampfhund, eigentlich zu einem Kampfschwein. Jedenfalls setzten eben die Alkschmuggler das Ende der Prohibition durch, denn ihre mörderische Gewalt war nicht mehr tragbar. Um endlich die Ruhe in die Gesellschaft zu bekommen, legalisierte man Alkohol. (Zumal auch das Kapital begriff, dass durch Prohibition zu viele Dollars nach Sizilien und Italien überhaupt fliessen.)

Der Kiffer aber ist ein friedlicher Zeitgenosse. Jede Idee in Richtung Waffengewalt wird er vermutlich zum Lachen also lächerlich finden.

Aber Gewalt ist auch nicht nötig. Man muss ihnen nur sehr klug kommen.

Jeder, der in die Gewalt der Drogeninquisition gerät (in welcher Form auch immer, als Dealer, Schmuggler, schlichter Verkehrssünder, egal) kündigt den Herrschaften den Gesellschaftsvertrag auf.

Schlichte Begründung: sie halten sich ja auch nicht daran.

Das lasse sich argumentativ einwandfrei belegen:

Der Gesellschaftsvertrag (= die Verfassung)  garantiert dir die Entfaltung deines (so genannten) freien Willens.

Nun hast du dich aus freien Willen für diese Droge entschieden, somit man hat diese Entscheidung zu akzeptieren. Also hast du vor dem Gericht keinen reuigen Sünder zu spielen und um Gnade zu winseln, sondern wegen Freiheitsberaubung, Vergewaltigung und Seelenstress zu protestieren, und dein gutes Recht verlangen. Und ein Gericht, das dir zwar freien Willen lässt, dich für Alk zu entscheiden, dir diesen aber abspricht, solltest du dich für Hanf (oder sonst was, ja selbst für Heroin) entscheiden, das Gericht ist so eindeutig ungerecht, dass es dich – leider! - vergewaltigen vermag, sich aber damit als Institution unmöglich macht.

So ein Gericht musst du – und darfst du! – nicht akzeptieren.

Und das musst du dem Richter klar machen.

Du bist nicht schuldig, du fühlst dich nicht schuldig, du fühlst dich nur vergewaltigt, weil das Gericht dir deinen freien Willen nicht lasse. Also, weil das Gericht gegen das Grundgesetz verstiesst, womit es sich eindeutig selbst verbrecherisch betätigt.

Natürlich werden die meiste wg. Handelns, Schmuggelns oder Produktion der Droge angeklagt. Aber das relativiert deinen freien Willen nicht.

Wenn du nämlich das Recht hast, die Droge zu benutzen, dann hast du knallhart auch das Recht, die Droge zu produzieren, bzw. damit zu handeln, denn eine ohne das andere geht überhaupt nicht. Die gängige Praxis der Politik und Gerichte, Konsum zwar zu erlauben, Handel/Produktion aber unter Strafe zu stellen, deutet nur darauf hin, dass das System schwer schizzo ist. Die Herrschaften leiden unterm chronischen Realitätsverlust, sie wissen nicht, was sie reden: eine Droge, mit der man nicht handeln darf, kann man auch nicht konsumieren. Verbot des Handelns ist knallhart ein Verbot des Konsums. Wenn du das Recht hast, die Droge zu konsumieren, so hast du ebenso das Recht, damit zu handeln.

Und mag der Richter behaupten, er vergewaltigt dich zu deinem eigenen Wohl, um dich zu schützen, so straft ihn die Freiheit der Entscheidung für Alkohol knallhart der Lüge, und du darfst ihn ebenso knallhart Lügner nennen. Er hat kein Recht zu bestimmen, was zu deinem Wohl geschehen soll und darf.

Nun ja.

Solche Prozesse wird die Justiz nicht sehr lange durchführen können. Man stelle es sich nur vor, wie wirksam das ist, wenn der Richter wieder einmal eine Schulklasse in sein Gericht einlädt, um dem Nachwuchs zu zeigen, wie hart und brutal er den bösen, süchtigen Rausgiftverbrechermafioso anfasst, damit die Kleinen auch tüchtig Horror vor Droge bekommen, damit sie um so sicherer auf den Alk abfahren. Und wenn du dann dem Richter so wie oben kommst, und ihm glattweg die moralische Qualifikation zum Richten absprichst, und ihn Gewaltverbrecher nennst, dann wird der Drogen-Adam beim nächsten Mal Horror vor dem Publikum in seinem Gerichtsaal haben.

Und die Unsicherheit wird wachsen, denn jeder weiteren `Bestrafung` werden sie mehr an Autorität verlieren. Das führt dann unweigerlich zur Krise der Politik, ja des (National)Staates an sich. Und das ist für das Kapital, das eben hinter dem brutalen Fascho-Zirkus mit Drogen steht, höchst gefährlich. Das Kapital braucht den Nationalstaat, denn die dicksten Profite werden gemacht, indem die Nationalstaaten erpresst und gegeneinander ausgespielt werden. Ein Globalstaat, der sich dann entwickeln müsste, wäre dann auch der Anfang vom Ende des Profits, denn da herrschten endlich überall die gleichen Bedingungen für die wirtschaftliche Ausbeutung des Planeten.

Da wird es auch keine Drogenverbote geben können.

Ja, wenn die Politik es nichts anderes will, dann sollen sie ihren Krieg haben. Aber nicht nach ihren Spielregeln, die uns als kriminell und böse darstellen, sondern nach unseren Regeln. Sie sollen nicht mehr als Guten und Gerechten dastehen, sondern als das, was sie sind – als Drogenfaschisten und Gewaltverbrecher.

Und vor allem als lächerliche Ignoranten.

Oder will man sich einfach so wie ein Schaf, ohne jeglichen Gegenwehr eines Freien Individuums, von den Schergen abschlachten (= seelisch Vergewaltigen) lassen?

Das kann man ganz cool abziehen. Nur muss man, der Einzelne, bereit sein, sich zu opfern.

Die ersten, die den Richtern so kommen, werden sicher extrem hart angefasst.

Dafür gibt es schon Beispiele: es gab schon Fälle, wo die selbstbewussten Kiffer sich verbaten, für die Alkoholfaschos Haschischjuden spielen zu müssen. Und natürlich wurden sie entsprechend `bestraft`, z.B. wg. 6 Kg. Haschisch 5 Jahren Drogen-KZ. Wo natürlich auch alles gemacht wird, um solchen `uneinsichtigen Verbrechern` möglichst schwer zu schädigen. U.a. so eine Art von Iso-Haft (lang andauernde Verbote des Umschlusses, dadurch Untergrabung der Sozialkontakte), Schlafentzug (indem man in die Zelle über einen Leute unterbringt, die dafür berüchtigt sind, ein ausgesprochen lautes Nachtleben zu führen), oder Hungerfolter (Verbot des Einkaufes; das Knastessen wird schon nach ein paar Tage so gut wie ungeniessbar).

Auch Stress durch übermässige Kontrolle ist sehr beliebt, ebenso wie Entzug all jener kleinen Freiheiten, die auch in den Knästen ansonsten üblich sind.

Wie gesagt, zunächst wirst du hart rangefasst, aber was dann? Wenn sich in Irak täglich dutzende von Freiheitskämpfern in Luft jagen, so werden dir auch ein paar Jahre, die du im Namen der Freiheit und Menschlichkeit im Knast verbringst, nicht schaden.

Du sollst den Knast einfach als eine Schule der Geduld auffassen. Das wird dir später das Leben im Wesentlichen erleichtern. Geduld ist eine Grundform der Befreiung: ungeduldige Menschen verfügen nicht über ihre Zeit, so verlieren sie die Grundform der Freiheit.

Zudem ist der Knast eine kathartische Angelegenheit, geradezu fabelhaft dazu geeignet, sich von den Sünden zu reinigen.

Meint: du sitzst zwar nicht wg. Drogen, denn da bist du garantiert jeder Schuld bar. Allerdings hast du – Hand aufs Herz! – sicher Dinge getan (wie ein jeder von uns, natürlich) wg. welcher du dich schämst. Also nimmst du die sogenannte `Strafe` des Gerichts als Büse für eben diese Sünden an. Dann kommst du aus dem Knast richtig geläutert und  wesentlich stärker heraus, als du hineingegangen bist. Da du gebüst hast, so hast du keinen Grund für irgendwelche Scham mehr, und je weniger Scham, um so mehr Freiheit.

Aber das sind alles Sachen, die dich nur stärker machen können – wenn du dir deiner sicher bist.

Und als denkfähiger Mensch müsstest du das sein.

Und als Kiffer musst du irgendwann denkfähig werden.